Die Geschichte der katholischen Frauengemeinschaft Saarlouis-Lisdorf
Die Geschichte der Katholischen Frauengemeinschaft begann 1850 in LIILE in Nordfrankreich. Dort sammelte Mme. Josson de Bihelm einige Frauen um sich, um gemeinsam mit ihren Familien zu beten und vor allem die Muttergottes um ihre Fürsprache anzurufen. Der mit ihr befreundete Priester Marie Théodara Rafisbonne griff die Idee auf und gründete eine solche Gemeinschaft in PARIS, der er eine feste Verfassung durch Statuten gab. Dieser erster Verein fand rasch großen Zuspruch, so dass der Erzbischof von Paris die Anregung aufgriff und in seinem ganzen Bistum solche Vereinigungen einführen ließ. 1856 wurde dann der Pariser Verein von Papst Pius IX. zur Erzbruderschaft, d. h. zum Hauptverein für die ganze Welt erhoben. Alle sogenannten "Müttervereine" mussten sich nun dem Pariser Verein als Untervereine anschließen. Der Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler lernte den Pariser Verein kennen und gründete zusammen mit Ida Gräfin von Hahn - Hahn 1860 den ersten Verein in Deutschland mit Sitz in MAINZ; dort konnten sich aus ganz Deutschland und Österreich Frauen diesem Verein anschließen. Mit der Zeit entstanden in mehreren Städten Filialvereine, so auch in REGENSBURG. Dieser Verein war besonders aktiv und wurde mit der Zeit zum wichtigsten in Deutschland. Nach dem Ausbruch des deutsch - französischen Krieges 1870 konnten sich die deutschen Vereine nicht mehr dem Pariser Verein angliedern. Deshalb erhob Papst Pius IX. 1871 den Regenburger Verein zur Erzbruderschaft für den deutschen Sprachraum. Damit war nun auch in Deutschland die Grundlage für eine rasche Ausbreitung der Müttervereine gelegt. Dieser Vereine trugen den offiziellen Namen "Bruderschaft der christlichen Mütter". Oft wurden sie auch einfach "Christlicher Mütterverein"genannt. Die Vereine wurden in den einzelnen Pfarreien von den Pfarrern mit Genehmigung des Bischofs gegründet. Mitglieder konnten zunächst nur Mütter, ab 1893 auch Witwen und kinderlose Ehefrauen werden. So wurde auch auf Antrag von Pfarrer Nikolaus H. Höffling und mit der Genehmigung des Trierer Bischofs Michael Felix Korum am 05. August 1911 ein Verein in LISDORF gegründet. Die offizielle Vereinsbezeichnung lautete "Bruderschaft der christlichen Mütter", er wurde aber bald in LISDORF "Christlicher Mütterverein" und später kurz "Mütterverein" genannt. 1928 wurde als Dachverband der Frauenverein der "Verband der katholischen Frauen- und Mütter Deutschlands" gegründet. Währen des Dritten Reiches wurde der Verein durch das sogenannte Gleichstellungsgesetz zur Einstellung seiner Arbeit gezwungen. Die Frauen durften sich fortan nur noch in der NS-Frauengemeinschaft und im NS-Frauenwerk organisieren. Im stillen arbeiteten aber die wenigen verbliebenen Mitglieder im Sinne des Vereins weiter. Die "katholische Frauengemeinschaft Deutschlands" konnte erst wieder nach dem Krieg zusammengeschlossen werden, der Zusammenschluss von über 1 Million Frauen tritt seit dem für die Interessen der katholischen Frauen in Deutschland ein und weiß sich auch besonders den Frauen der dritten Welt verbunden und verpflichtet.